Fünf Anzeichen auf Depressionen

Sie fühlen sich selbst niedergeschlagen und wertlos

Wenn Sie sich ständig selbst herabsetzen oder das Gefühl haben, wertlos oder unbedeutend zu sein, liegt etwas im Argen. Sich wiederholende Gedanken wie ‚Ich bin nicht gut genug‘ oder ‚Ich bin unwichtig‘ sind gefährlich, weil sie selbstverletzendes Verhalten fördern können. Wenn man so denkt, neigt man dazu, Wege zu finden, die Negativität zu bestätigen, und das wiederum macht einen noch depressiver und gefährlicher. Extreme Schuldgefühle für Dinge, die Sie nicht allein zu verantworten haben – zum Beispiel eine unglückliche Trennung oder ein plötzlicher Jobverlust – zerstören ebenfalls Ihr Selbstwertgefühl und sind ein Hinweis auf eine Depression.

Ihr Energielevel ist am Boden

Depressionsbedingte Lethargie kann einfach die Folge davon sein, dass Sie nicht genug essen oder zu viel schlafen. Sie kann aber auch das Ergebnis einer schwarzen Wolke der Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit sein, die ständig über Ihnen schwebt. Der Umgang mit chronischen emotionalen Schmerzen ist ein Energieschlucker und macht Sie zu erschöpft und müde, um Routineaufgaben zu bewältigen, ganz zu schweigen von beruflichen und familiären Verpflichtungen. Man fühlt sich vom Alltag überwältigt; selbst das Aufstehen aus dem Bett und das Duschen werden anstrengend. Wenn Sie ständig müde sind und diese Müdigkeit Ihr Leben beeinträchtigt, ist es an der Zeit, Hilfe zu suchen.

Sie können sich nicht konzentrieren oder fokussieren

Sie vergessen Termine bei der Arbeit oder wann Sie Ihre Kinder von einer Spielverabredung abholen müssen? Sie haben das Gefühl, dass Ihr Geist einem unscharfen Foto gleicht, und die Unschärfe hat sich auf die Art und Weise ausgewirkt, wie Sie Entscheidungen abwägen und treffen? Das ist Ihr Gehirn bei Depressionen. Wenn Sie sich mit Gedanken der Traurigkeit und Leere beschäftigen, können Sie in einen Nebel stürzen, der sich auf Ihre Arbeit, Ihr Gedächtnis und Ihre Entscheidungsfähigkeit auswirkt. Dieses unkonzentrierte Denken kann wiederum dazu führen, dass Sie schlechte Entscheidungen treffen oder ungesundes, riskantes Verhalten an den Tag legen.

Sie haben keine Freude mehr an den Dingen, die Sie früher glücklich gemacht haben

Früher sind Sie mit Ihrer Lieblingsgruppe von Kollegen zur Happy Hour gegangen, aber in den letzten Wochen haben Sie sich weggeduckt. Oder Sie haben sich immer auf Ihre abendliche Joggingrunde gefreut, aber jetzt können Sie das Interesse nicht mehr aufbringen. Wenn Sie sich nicht mehr an Dingen beteiligen, die Ihnen früher Spaß gemacht haben, weil sie Ihnen keine Freude mehr bereiten, ist das ein verräterisches Zeichen für eine Depression. Jemand, der einfach nur traurig ist, lässt vielleicht ein paar Unternehmungen ausfallen, um dann wieder in Schwung zu kommen. Aber Depressionen machen einen apathisch gegenüber Aktivitäten und Hobbys, die einem früher Freude gemacht haben, und das führt dazu, dass man sich isoliert. So entsteht ein Teufelskreis: Die Depression raubt Ihnen die Fähigkeit, sich an Erlebnissen zu erfreuen, so dass Sie genau die Dinge nicht mehr tun, die Ihre Stimmung aufhellen könnten.

Sie sind panisch und ängstlich

Überwältigende Angstgefühle werden in der Regel als Anzeichen für eine Angststörung angesehen. Und obwohl das oft stimmt, können sie auch ein Hinweis auf eine Depression sein. Ängstliche Gefühle gehen oft mit Depressionen einher, und mancher depressiven Menschen haben Panikattacken. Angst ist mehr als nur die normale Besorgnis, die die meisten von uns empfinden, wenn sie vor einer Herausforderung stehen. Es ist ein ständiges Gefühl von Panik und zwanghaften Gedanken, dass sich oft in körperlichen Symptomen wie Herzrasen, übermäßigem Schwitzen und Schlafproblemen äußert. Das Tückische daran ist, dass Angst zwar ein Anzeichen für eine Depression sein kann, es aber auch möglich ist, dass eine Person mit einer Depression auch an einer Angststörung leidet. Wenn Sie überwältigende Angstzustände verspüren, ist dies ein weiterer wichtiger Grund, Ihren Arzt um Hilfe zu bitten.